3D-Drucker für Plastikmüll – Chancen und Einschränkungen


Ein neuer Trend im Rahmen der allgemeinen Diskussion zu Plastikmüll, sind 3D-Drucker, die Plastikmüll zu neuen Produkten umwandeln. Ein amerikanisches Unternehmen bringt einen 3D-Drucker für Zuhause auf den Markt, der mit recyceltem Material arbeitet.3 D Drucker, die generell mit Plastik neue Produkte schaffen können. 25% des Plastikgrundstoffes (Filament), der zu neuem Plastik verarbeitet wird, besteht aus Plastikmüll. Coca-Cola stellt seine ausgedienten PET-Flaschen als Druckmaterial zur Verfügung.Abstriche müssen gemacht werden, was die Qualität, Größen und Farben des hergestellten Plastikproduktes angeht. Auch die Abhängigkeit vom Hersteller und Coca Cola in der Belieferung mit Filament geben Anlass zu Bedenken.

Wiederum Anlass zu Hoffnung gibt die Tatsache, dass derzeit einOpen-Source-Projekt zu Receycle-Filament, dessen Erfinder Joshua Pearce von der Michigan Technological University die Baupläne im Internet zur Verfügung stellen wird. Mit diesem Recyclebot ließen sich alte Plastik-Verpackungen von der Shampoo-Flasche bis zur Zahnpastatube zu Filament-Fäden verarbeiten – der Kunststoff müsse lediglich gründlich gesäubert und fein zerkleinert werden, notfalls mit Hilfe eines Büro-Schredders. Statt bis zu 50 Dollar koste ein Kilo Filament so nur ein paar Cent – plus die Kosten für den Recyclebot, natürlich.

Allerdings: Da das wiederverwertete Material viel Polyethylen hoher Dichte enthält, schrumpft das frisch gedruckte Objekt ein wenig beim Abkühlen, heißt es. Das Recycling-Modell könnte aber nicht nur der Umwelt zugute kommen: Es könnte auch Plastiksammlern vor allem in ärmeren Ländern ein Einkommen sichern. Bereits jetzt gibt es laut Wiwo Green die „Ethical Filament Foundation“. Diese arbeitet mit Organisationen auf der ganzen Welt zusammen, die die Herstellung von ethisch einwandfrei produziertem Druck-Filament vorantreiben.

 

Sicher ist ein großer Anteil der Entwicklung und Nachricht Marketing.

(Quelle: http://www.ingenieur.de/Themen/3D-Druck/3D-Drucker-druckt-Plastikmuell / Autorin des Quellartikels: Judith Bexen)