Bio Gurken in Plastikfolie – warum ist dies so?


Mutter Natur hat viele Obst- und Gemüsesorten bereits verpackt. Zusätzliche Plastikverpackungen sind ärgerlich. Der Bayern 1-Umweltkommissar geht der Frage nach, warum ausgerechnet Bio-Gurken in Plastikfolie geschweißt werden.Weltweit werden jährlich 240 Millionen Tonnen an Plastik produziert. Verpackungen machen davon etwa ein Drittel aus. Plastikmüll und dessen weltweite Verteilung ist eines der drängendsten Umweltprobleme.Auch wenn die Folgen der Plastikteppiche, zum Beispiel im Nordostpazifik oder auch im Atlantik, noch nicht ausreichend erforscht und belegt sind, ist doch aus vielen Studien bekannt, dass etwa Wale, Seehunde und Raubfische größere Plastikteile mit Beute verwechseln und herunterschlucken. Bei Seevögeln wurde ebenfalls schon diverser Plastikmüll im Magen gefunden.

Die Auswirkungen von Substanzen wie Weichmachern auf Meereslebewesen sind bisher auch nicht sehr gut erforscht. Bis auf wenige Bakterien gibt es keine Organismen, die Plastik zersetzen können – schon gar nicht in einem so großen Maßstab.Warum wird ausgerechnet die Bio-Gurke in Plastik eingeschweißt

Deshalb wirkt es geradezu grotesk, dass ausgerechnet Bio-Gemüse und -Obst im Supermarkt noch einmal extra in Plastik eingepackt ist. Paprika, Äpfel, Bananen oder Gurken, die das Bio-Siegel tragen, sind eingeschweißt, während Produkte aus der herkömmlichen Landwirtschaft unverpackt ausgelegt sind. An den langen Transportwegen kann es auch kaum liegen. Mittlerweile kommt auch Bio-Gemüse aus anderen Ländern nach Deutschland. Verbraucher wollen saisonunabhängig möglichst alle Obst- und Gemüsesorten kaufen. Mit der einheimischen Bio-Produktionsleistung ist das nicht machbar. Von: Alexander Dallmus Stand: 25.07.2013 / Quelle: Bayrischer Rundfunk

Lesen Sie weiter: http://www.br.de/radio/bayern1/sendungen/am-vormittag/bio-gurke-plastik-verpackung-umwelt-100.html

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