BIOPLASTIK


Bioplastik

SwanIm Bereich der Bioplastikstoffe gibt es eine lebhafte Diskussion unter Umweltschützern. Zudem existiert kaum eine einheitliche Definition, was eigentlich Bioplastik ausmacht. PLASTICONTROL fördert und fordert Bioplastik. Wir akzeptieren die Kritikpunkte der negativen Energiebilanz, der Vernichtung von Anbauflächen und der fehlenden Kompostierbarkeit.

Auf der anderen Seite steht eine massive Belastung der Meere mit Plastikmüll un der Lebewesen mit Bisphenol A sowie Weichmachern. Da ein kompletter Verzicht auf Plastik – zumal in globaler Dimension – utopisch ist, gilt es zu prüfen, ob Bioplastik eine Alternative werden kann.

 Es sollten in Zukunft nur noch Plastik für den Markt zugelassen werden, das innerhalb eines Jahres vollständig biologisch in den Meeren abgebaut wird und ausschließlich unbedenkliche Weichmacher auf biologischer Basis enthält.

Somit gilt es, in die Forschung zu investieren, um weitere Fortschritte zu machen. Tatsächlich existiert Bioplastik, dass innerhalb von 6 Monaten zu 90% im Wasser abbaubar ist. Dieses Bioplastik hat jeweils die harmonisierten EN Normen EN 13432 oder der EN 14995 durchlaufen.

Dies unterstützt aktiv den Schutz der Weltmeere. Allerdings sollte der Verzicht auf Plastik im Allgemeinen im Vordergrund stehen.

Derzeit ist ihr Anteil an der gesamten Kunststoffproduktion und auch der Produktion von Bioplastik noch verschwindend gering (Bioplastik: 350.000 Tonnen im Jahr 2006 oder 0,15 Prozent der weltweiten Plastikproduktion – davon eine geringste Menge zertifiziertes Bioplastik), doch hohe Erdölpreise, die Diskussion um Plastikmüll in den Meeren und weitere technische Innovationen bei Bioplastik lassen weitere starke Marktzuwächse erwarten. Optimistische Schätzungen gehen davon aus, dass Biokunststoffe – aller Art – in naher Zukunft etwa zehn Prozent der gesamten Kunststoffproduktion ersetzen könnten. Bei Verpackungen könnte der Bio-Anteil sogar 70 Prozent betragen. Kunststoff aus nachwachsenden Rohstoffen ist derzeit noch doppelt bis fünfmal so teuer wie Plastik auf Erdgas- oder Erdölbasis, obwohl agrarische Produkte wie Zucker oder Stärke deutlich preiswerter und vor allem auch preisstabiler sind als fossile Rohstoffe.

Es gilt, zu entwickeln, zu fördern und zu kaufen.

Ein guter Überblick zur Thematik  gibt eine Bericht des Umweltbundesamtes, hier als Download bereitgestellt:

Bericht Bundesumweltamt zum Download