Das Bundesinstitut für Risikobewertung warnt aktuell vor möglichen Folgen von Bisphenol A


Das Bundesinstitut für Risikobewertung warnt aktuell vor möglichen Folgen von Bisphenol A in Lebensmittelverpackungen. Plasticontrol begrüßt diesen Schritt. Denn Spuren dieses hochgiftigen Stoffes wurden in den Industrienationen in menschli…chem Blut und Urin von 90% der Bevölkerung gefunden. Weil der letzte wissenschaftliche Beweis für eine Kausalität fehlt, kann sich der Konsument im Falle einer Erkrankung aber faktisch nicht an die Industrie als Verursacher wenden und die Industrie kann sich anderseits einem Verbot entziehen.
Wissenschaftlich steht die Gesellschaft hier vor dem gleichen Problem wie bei der Radioaktivität oder dem Rauchen: Eine strenge Kausalität von Verursachung und Folgen ist nicht nachweisbar.
Diverse Studien haben aber kaum zu bezweifelnde Hinweise auf die Wirksamkeit des hormonähnlichen Stoffes Bisphenol A zu verschiedenen Krankheiten wie Krebs, Fettleibigkeit, Diabetes und Verhaltensstörungen ergeben.
Bisphenol A wird von den Menschen in erster Linie über Plastikverpackungen aufgenommen. Plastikverpackungen sind für die Industrie die billigste Form, ihre Waren zu verpacken. Das Material ist leicht, stabil und billig. Mehr als 250 Millionen Tonnen werden produziert, davon 65 Millionen in Deutschland. Nahezu jedes Produkt im Supermarkt ist mittlerweile in Plastik verpackt.
Aber auch über den Verzehr von Lebensmitteln kann Bisphenol A aufgenommen werden. Heute gibt es in den Ozeanen sechs Mal so viel Plastik wie Plankton. Das Plastik wird von Fischen mit Nahrung verwechselt und landet am Ende der Nahrungskette auf dem Teller des Menschen.
Neuste Berichte zeigen auch, das Mikroplastik in Lebensmitteln und Leitungswasser enthalten ist. Auch hier wird Bisphenol A vom Menschen aufgenommen.
Plasticontrol hat Petitionen zum Verbot von Bisphenol A beim Deutschen Bundestag und der Europäischen Union eingegeben.

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