Das große Aufräumen im Plastikmeer


Der Holländer Boyan Slat will die Meere vom Plastik-Müll befreien. Schwimmende Siebe sollen 7,25 Millionen Tonnen Kunstoff-Abfall aus den Ozeanen fischen.

Ohnmacht, Ärger, Hilflosigkeit hinterlassen die …Bilder der sterbenden Albatros Jungen auf den Midway Inseln beim Betrachter. Die Vögel verenden, weil sie von ihren Eltern nichts ahnend mit Plastikmüll gefüttert werden. Es ist ein mahnendes Beispiel dafür, wie der Zivilisationsabfall die Meere immer mehr verschmutzt.

Nun macht ein Projekt Hoffnung, dass sich diesem Problem annimmt. Der 19-Jährige Holländer Boyan Slat hat eine Idee entwickelt, wie er in fünf Jahren 7,25 Millionen Tonnen Plastikmüll aus den Meeren bergen will. Er will 24 schwimmende Siebe an den Stellen im Ozean verankern, wo Meeresströmungen die Plastik-Stücke in die Auffangvorrichtungen spülen. In einem elfminütigen Vortrag stellt er “Ocean Cleanup” einem Auditorium in Hollant vor.

Weit ausladene Holzarme sollen im Meer schwimmende Plastikteilchen in die Sammelstation leiten. Besonders spannend ist die Aussicht, dass die Einnahmen durch das recyelte Plastik die Ausgaben mehr als aufwiegen sollen. Slat hat inzwischen die Ocean Cleanup Foundation gegründet. Von der technischen Universität in Delft erhielt er einen Preis im Bereich bestes technisches Design.

Allerdings gibt es auch schon Zweifel bei Biologen, die dem Holländer nicht glauben wollen, dass er tatsächlich nur Plastik aus dem Wasser fischt. Slat ist aber auch längst nicht so weit, dass er in Produktion gehen kann.

Das aufgefangene Plastik soll recycelt werden und das Projekt finanzieren. Er schreibt auf seiner Website: “Wir haben gerade erst ein Viertel der Machbarkeitsstudie komplettiert. Erst danach können wir exakte Aussagen über die Realisierbarkeit machen.” Aber die ersten Ergebnisse sehen vielversprechend aus und das Team aus 50 Ingenieuren, Experten und Studenten mache große Fortschritte.

Aber Slat sucht nach weiteren Mitarbeitern und nach einem größeren Budget, um die Studien effektiv weiterzuführen. Das ist der Grund für seine Öffentlichkeit-Offensive. Wäre schön, wenn es funktionieren könnte.

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