Globale Dimension


plastikflaschen_muellInsbesondere in Deutschland funktioniert das Recycling von Plastik im globalen Vergleich gut. Dies soll nicht darüber hinweg täuschen, dass immer noch ein hoher Prozentsatz an Plastikmüll auch hier in die Meere gelangt und Plastikchemikalien Mensch sowie Natur schädigen.

Die Vermüllung der Meere durch Plastik ist allerdings ein globales Problem. Insbesondere in den Schwellen- und Entwicklungsländern fehlen zumeist umfassende Recycling Konzepte.

Die zehn größten Umweltverschmutzer der Weltmeere!
(Angabe: Millionen Tonnen an Plastikmüll, die pro Jahr im Ozean landen.)

1. China 8.8 Millionen Tonnen
2. Indonesien 3.2
3. Philippinen 1.9
4. Vietnam 1.8
5. Sri Lanka 1.6
6. Thailand 1.0
7. Ägypten 1.0
8. Nigeria 0.9
9. Malaysia 0.9
10. Bangladesch 0.8

Die Bekämpfung des globalen Plastikmüll-Problems muss daher drei Pfeiler besitzen:

1. Vermeidung und von Plastik

2. Verbot von Plastiktüten und Mikroplastik

3. Einführung von Bioplastik Optionen bzw. biologisch wasserabbaubaren Plastik

4. Tragfähiges Reycling in allen Ländern

Warum Recycling? Plastikmüll ist ein weltweites Problem und gefährdet in zunehmendem Maße unsere Meere und Küsten. Von den jährlich bis zu 240 Millionen Tonnen produziertem Plastik landen nach Schätzungen des Umweltprogramms der Vereinten Nationen mehr als 6,4 Millionen Tonnen Müll in den Ozeanen. Mehr als 100 Millionen Tonnen Plastik schwimmen mittlerweile im Meer. Auf jedem Quadratkilometer der Wasseroberfläche treiben inzwischen bis zu 18.000 Plastikteile unterschiedlichster Größe. Einige Strände bestehen zu einem gewissen Anteil aus Mikroplastik. Plastik benötigt viele hundert Jahre um sich im Wasser komplett abzubauen. Die Produktion von Plastik wird sich wahrscheinlich bis 2050 verdreifachen.

Insbesondere in Deutschland funktioniert das Recycling von Plastik im globalen Vergleich gut. Dies soll nicht darüber hinweg täuschen, dass immer noch ein hoher Prozentsatz an Plastikmüll auch in Deutschland in die Meere gelangt. Neben nationalen Maßnahmen, muss die Vermüllung der Meere durch Plastik auch als globales Problem wahrgenommen werden. Insbesondere in den Schwellen- und Entwicklungsländern fehlen zumeist tragfähige Recycling Konzepte, um die Emissionen von Plastikmüll in die Meere, Flüsse und Seen zu begrenzen. Allerdings soll an dieser Stelle erwähnt sein, dass auch Entwicklungsländer Erfolge im Kampf gegen Plastikmüll verzeichnen können. So hat Ruanda im Jahre 2006 Plastiktüten verboten und dieses Verbot erfolgreich umgesetzt.

Dennoch stehen viele Schellen –und Entwicklungsländer vor massiven Problemen in der Beseitigung von Plastikmüll.   Je reicher ein Land wird, desto größer wird üblicherweise seine Müllproduktion, weil mehr Produkte hergestellt werden. Insbesondere in den asiatischen Schwellenländern sei dieses Phänomen zu verzeichnen. Länder wie Indonesien oder die Philippinen haben zwar genug Geld, um viel zu produzieren, aber dort fehlt oft eine Entsorgungsstruktur. Die energetische Verwertung von Plastikmüll – wie durch Verbrennung – sei für viele Länder zu teuer.

Plasticontrol ist einer der Experten, die gemeinsam an einem Konzept der Deutschen Zentrale für internationale Zusammenarbeit (GIZ) ein Konzept hinsichtlich der Emissionen von Plastikmüll in die Meere in Schwellen- und Entwicklungsländern erarbeitet. Hier wird Recycling einen wichtigen Stellenwert einnehmen.