Sechs Schritte gegen Plastik im Meer


Sechs Schritte gegen Plastik im Meer

1. PLASTIKVERMEIDUNG: In allen Ländern müssen Aufklärungskampagnen hinsichtlich Bevölkerung, Industrie und Politik durchgeführt werden, die das Ziel der Vermeidung von Plastiknutzung haben.

2. KREISLAUFWIRTSCHAFT: Die Errichtung einer Kreislaufwirtschaft für Plastik in den verschiedenen Ländern ist ein entscheidender Faktor. In Ländern in denen keine Kreislaufwirtschaft existiert, muss diese schnellstmöglich eingeführt werden. In Ländern, in denen bereits die Voraussetzungen vorhanden sind, aber keine wirksame Umsetzung erfolgt, muss der Druck auf die Politik erhöht werden. Länder mit funktionierenden Systemen, wie Deutschland, müssen Technik und Beratung bereitstellen. Initiator müssen die Vereinten Nationen und einzelne Regierungen sein.

3. REINIGUNG: Der Plastikmüll, der sich bereits in den Meeren angesammelt hat, kann durch innovative Methoden – sofern möglich – gesammelt werden. Ein Beispiel wäre das Vorhaben des „Ocean Clen Up“.

4. BIOPLASTIK: Ausschließlicher im Wasser abbaubares Plastik auf biologischer Grundlage sollte bei Plastik eingesetzt werden, welches grundsätzlich in die Gewässer gelangen könnte. Die Entwicklung von Bioplastik und biologischen Weichmachern muss durch die Politik intensiv gefördert werden.

5. VERBOTE: Ohne gesetzliche Verbote wird es nicht gehen. So müssen Mikroplastik, Einweg-Plastiktüten, und Bisphenole A-S und klassische Weichmacher verboten werden und durch biologische Ersatzstoffe kompensiert werden.

6. SCHIFFSMÜLL: Die Einbringung von Plastikmüll von Schiffen, ist nach der Einbringung von Land, der größte Faktor für die Verschmutzung der Weltmeere durch Plastikmüll. Mit MARPOL liegt ein globales Abkommen vor, das eine Einbringung von (Plastik-) Müll in die Meere untersagt. Dieses Abkommen muss global konsequent umgesetzt werden. Darüber hinaus muss das Abkommen auch auf die private Sportseefahrt ausgeweitet werden. Eine Integration der Müllentsorgung in die Hafengebühren (No-Special-Fee-System) ist für die Akzeptanz von MARPOL unumgänglich. Das Problem der Geisternetze muss durch den Ersatz der kunststoffbasierten Netze durch biologisches Material angegangen werden.