Die Ausstellung Endstation Meer? Das Plastikmüll-Projekt


Beklemmung. Ärger. Trauer. Ein schlechtes Gewissen. Was wir fühlen, wenn wir diese Bilder des Plastikmüll-Projektes sehen, hat rein gar nichts mit der Faszination anderer Kunstausstellungen gemein. Hier geht es nicht um das Bestaunen besonderer Kreationen, sondern darum, aufmerksam zu machen. Aufmerksam zu machen auf die Massen von Müll, die unseren Planeten seit der Erfindung von Kunststoff verschmutzen.

Die Ausstellung Endstation Meer? Das Plastikmüll-Projekt ist vom 18. Dezember 2012 bis zum 31. März 2013 im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg zu Gast.

Die Ausstellung Hamburg ist die erste Station der internationalen Wanderausstellung, die im Anschluss zunächst in Finnland und Dänemark zu sehen ist. Im Mittelpunkt stehen die gigantischen Mengen Plastikmüll, die täglich in die Meere gelangen, die Folgen der Verschmutzung für die Natur und den Menschen sowie verschiedene Lösungsansätze für dieses globale Problem.

Das Zentrum der Ausstellung bildet ein gigantischer Berg aus Plastikmüll, der aus drei Weltmeeren zusammengetragen wurde. Hauptsächlich stammt es aus Strandsäuberungen auf Kaho’olawe (einer unbewohnten Insel auf Hawaii), auf Fehmarn (Ostsee) und auf beliebten Nordsee-Insel Sylt. An den gezeigten Stücken lassen sich Herkunft, Lebenszyklus, Sinn und Unsinn der Plastikprodukte nachvollziehen. Neben rätselhaften Gegenständen aus der Fischereiindustrie findet man die Reste wohlbekannter Alltagsobjekte wie Plastikbecher oder Zahnbürsten, die sichtbare Spuren des Treibens im Salzwasser und des Zusammentreffens mit Meeresbewohnern aufweisen. Darüber hinaus zeigt die Ausstellung den Hintergrund des Problems und seine fatalen Auswirkungen auf Meere, Tiere und Menschen. Die verbreitetesten Kunststoffe werden vorgestellt, Fragestellungen zu Konsum, gesundheitlichen Risiken, Mikroplastik, Materialkreisläufen oder Biokunststoffen beleuchtet. Außerdem werden lokale und internationale Lösungsansätze im Sinn von Reduzieren, Umnutzen oder Wiederverwerten präsentiert. Diese sollen zum Nachdenken und letztlich auch zum Handeln anregen.

Endstation Meer? Das Plastikmüll-Projekt | 18. Dezember 2012 bis 31. März 2013 | Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg | Steintorplatz | D-20099 Hamburg | www.mkg-hamburg.de

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