Druck auf Dänemark zu Weichmacher-Verbot


Dänemark hat vor einigen Jahren nicht nur Bisphenol A verboten, sondern auch mehrere Weichmacher. Nun beobachten wir seitdem, wie die Lobbyverbände der Kunststoffindustrie mittels der EU Druck auf diese Entscheidung ausüben. Manchmal ist das Geschehen wie in einem schlechteren Film und nun erreicht uns über die Lobbypresse diese Nachricht:

“Im Jahr 2012 kündigte Dänemark trotz heftiger Kritik seitens der EU-Kommission an, die als Weichmacher verwendeten Chemikalien DEHP, DBP, DIBP und BBP generell in Verbraucherprodukten zu verbieten. Jetzt sind die dänischen Behörden zurückgerudert und haben das Verbot vorerst ganz gestoppt. Grund dafür ist neben dem anhaltenden Druck aus Brüssel ein neues Urteil des Europäischen Gerichtshofs, wonach ein einzelner EU-Staat die Verwendung bestimmter Stoffe nicht im Alleingang untersagen darf.

Die dänische Umweltministerin Kirsten Brosbøll erklärte, sie werde darauf drängen, dass der nächste EU-Gesundheitskommissar das Thema endokrine Disruptoren in Chemikalien wieder auf die Agenda nimmt. „Gleichzeitig weiß ich, dass wir jetzt mehr Länder sind, die den Druck auf die EU-Kommission im Kampf gegen endokrine Disruptoren erhöhen wollen,” so Brosbøll.”

Wir werden die Ministerin und Dänemark in Ihrem Kampf gegen krankheitserregende endokrine Disruptoren weiterhin unterstützen!