Plastiktüten Politik


Die EU und die Bundesrepublik habe unterschiedliche Standpunkte, die im Folgenden kurz skizziert werden.

EU

Die EU bewegt sich mit kleinen Schritten, ein Verbot von Plastiktüten steht nicht im Raum. Im November 2014 machten die Gremien der EU einen “Vorstoß”. EU-Bürger sollen in Zukunft deutlich weniger Plastiktüten verwenden. Darauf verständigten sich jetzt Unterhändler von EU-Staaten und Europaparlament im Grundsatz. Mit den neuen Regeln will die EU vor allem die Nutzung leichter Einwegtüten drosseln, wie sie der Einkäufer im Supermarkt oder im Kaufhaus an der Kasse erhält. Dabei hätten die Staaten die Wahl zwischen zwei Methoden: Entweder beschließen sie Ziele zur Minderung des Verbrauchs auf bis zu 40 Tüten pro Person bis Ende 2025. Oder sie schreiben von 2017 an eine Gebühr für den Gebrauch vor.

Fazit: Die große Lobby der Kunststoffindustrie konnte ein Verbot bisher erfolgreich verhindern. denn was sind die großen Schwächen dieser Lösung?

Schwäche 1: Ein Verbot wird nicht einmal als langfristige Option genannt.

Schwäche 2: Grundsätzlich kann eine Gebühr eine Übergangslösung darstellen. eine solche Gebühr hat nach seiner Einführung den Verbrauch in Irland maßgeblich gesenkt. Allerdings nennt die EU weder Höhe der Abgabe. Zudem ist die Abgabe nicht verbindlich vorgeschrieben.

Schwäche 3: Sehr dünnwandige Tüten, die in der Regel nur einmal, was verbraucht werden und maßgeblich zur Emission der Umwelt – meist durch Verwehungen – beitragen, werden von dem Vorhaben ausdrücklich ausgeschlossen. Diese Tüten liegen beispielsweise an Gemüsetheken. Dass Argument, dass diese dünnwandigen Tüten durch noch kritischere Produkte ersetzt werden, sehen wir als fragwürdig an.

Schwäche 4: Dicke Tüten sind von dem Verbot komplett ausgeschlossen.

Schwäche 5: OXO Tüten, die schädliche Mineralsalze enthalten könnten von der Regelung ausgenommen werden. Diese Tüten benötigen zudem große Mengen an Energie zur Produktion und Abbau.

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND

PLASTICONTROL stellt die Forderung an die Bundesregierung, aufgrund der zögerlichen Haltung der EU, nun ein Verbot auf nationaler Ebene voran zu treiben und damit den guten Beispielen anderer Länder der EU zu folgen. Doch in der Bundesregierung existieren eigentlich nur klare Aussagen gegen ein Verbot von Plastiktüten. Nach Einschätzung der Bundesregierung ist ein Verbot von Plastiktüten “weder sachlich gerechtfertigt noch angemessen”.

PLASTICONTROL setzt sich für ein Verbot von Plastiktüten auf der Ebene von EU und Bundesrepublik ein

PLASTICONTROL fordert den Ausbau eines tragfähigen Recyclings allen Länder der EU

PLASTICONTROL fördert den Einsatz von Tüten aus Papier oder vollkommen im Wasser abbaubaren Tüten als Ersatzmaterialien

PLASTICONTROL fördert die Aufklärung der Verbraucher zum Verzicht auf Plastiktüten

PLASTICONTROL fordert Produzenten, verarbeitende Industrie und Handel auf, auf die Produktion und Nutzung von Plastiktüten zu verzichten