Jede Menge Mikroplastik an Großbritanniens Küsten


Schätzungen gehen davon aus, dass im Mittelmeer auf zwei Plankton-Lebewesen ein Partikel Mikroplastik kommt. Forschungsergebnisse von Thomas Maes vom Centre for Environment, Fisheries & Agriculture Science im englischen Lowestoft zeigen jetzt den Anteil von Mikroplastik in den Gewässern von Grossbritannien.Es wurde an 160 Stellen rund um Großbritannien gemessen und im Schnitt 12.000 Mikroplastik-Partikel pro Quadratkilometer gefunden. Im Maximum 150.000 Teile pro Quadratkilometer.

Due Forscher stellten auch fest, dass Algen Mikroplastik-Partikel an sich binden und teilweise in tiefere Gewässer mitnehmen, wo diese hochwahrscheinlich in die Nahrungskette gelangen. (Quelle: http://www.deutschlandfunk.de/plastikmuell-mikroplastik-bedroht-lebewesen-im-meer.676.de.html?dram:article_id=290735 / Autor: Jochen Steiner)

Diese Formen von Mikroplastik gelangen in die Meere.

1. Zu einem industriellen Zweck hergestellte Mikroplastik-Kugeln. Plastikpellets, die das Grundmaterial für die Plastikproduktion darstellen und auf dem Weg zur Verarbeitung oder innerhalb der Anwendung in der Fabrik verloren gegangen sind.

2. Plastikpartikel, die in Kosmetikartikeln wie Pflegeprodukten enthalten sind und über das Haushaltsabwasser in die Umwelt gelangt sind.

3. Plastikkugeln, die zur Hochdruck-Säuberung von Objekten, auch Schiffen eingesetzt werden.

4. Eine weitere Form von Mikroplastik, das in die Meere gelangt, sind Plastikfasern/Fleece aus Kleidungsstücken. Bei einem einzigen Waschgang lösen sich nicht weniger als 1.900 Teile aus einem Fleece-Kleidungsteil.

5. Auch Bruchstücke, die sich von größeren Plastikobjekten im Meer abgelöst haben, gehören in die Gruppe des Mikroplastik im Meer. Dies sind Mikroplastikstücke, die durch Witterung und mechanische Einwirkungen von größeren Plastik-Objekten abgerieben worden sind und zu mikroskopisch kleiner Größe geschrumpft sind.

PLASTICONTROL fordert das Verbot von Mikroplastik in Kosemetik –und Körperpflegeprodukten, sowie als Fleece in Kleidung. Zusätzlich müssen Waschmaschinen und Klärwerke mit entsprechenden Filtern ausgelegt werden. Industriell genutzte Pellets dürfen nicht mehr in die Gewässer gelangen. ebenso muss die globale Menge an Plastik reduziert werden, um die Einbringungen in die Meere zu vermindern.