Kalifornien verbietet Einweg-Plastiktüten


Kalifornien wird als erster amerikanischer Bundesstaat in den USA die kostenlose Einweg-Plastiktüten verbieten. Gouverneur Jerry Brown sagte am Donnerstag in einer Fernsehdebatte mit seinem Herausforderer, dem Republikaner Neel Kashkari, er werde das vom kalifornischen Parlament bereits gebilligte Verbot bis Ende September unterzeichnen. Damit kann das Verbot in Kraft treten. Ab Juli kommenden Jahres dürften dann Lebensmittelhändler und Apotheken nicht mehr kostenlose Einweg-Plastiktüten verteilen, ab Juli 2016 würde das Verbot auch für Supermärkte und Alkoholgeschäfte gelten. In den Städten Los Angeles und San Francisco gab es bereits entsprechende lokale Verordnungen.

Dies nahm auch Brown als Begründung für diese gute Nachricht. „Das sorgt für eine Menge Verwirrung“, sagte er laut „Los Angeles Times“ in der Debatte. Das Verbot sei ein Kompromiss: Berücksichtigt werde auf der einen Seite der Umweltschutz, auf der anderen die Interessen der Einzelhändler. Sie dürfen auch weiterhin Tüten ausgeben, allerdings nur welche aus Papier oder wiederverwertbarem Material und gegen eine Gebühr von zehn Cent (knapp acht Euro-Cent).

Die Republikaner sind strikt gegen ein Plastiktüten-Verbot – ebenso weiterhin die Bundesregierung in Deutschland und die Europäische Union. Traurig aber wahr.