Mikroplastik in Lebensmitteln und Wasser gefunden


(Quelle: NDR / von Heike Dittmers)

In 19 untersuchten Honigproben haben Forscher winzige Plastikfragmente nachgewiesen. Honig und Trinkwasser sind teilweise durch mikroskopisch kleine Plastikkugeln verunreinigt. Es besteht der Verdacht, dass diese aus Pflegeprodukten wie Duschgelen, Peelingcremes oder Zahnpasta stammen können. Das sogenannte Mikroplastik gelangt über das Abwasser in die Umwelt und verteilt sich dort. Experimente an Miesmuscheln haben gezeigt, dass die Partikel sich im Gewebe einlagern. Dort bildeten sich anschließend Entzündungen.

Die zumeist aus Polyethylen hergestellten Mikroplastik-Teilchen sollen den Pflegeprodukten zu einem mechanischen Reinigungseffekt verhelfen. Unter anderem werden die Mikroplastik-Teilchen in Pflegemitteln mit Peelingeffekt und speziellen Zahncremes eingesetzt. Bei manchen Produkten beträgt der Anteil der Plastikkügelchen am Gesamtinhalt bis zu zehn Prozent.

Es existieren Vermutungen, dass sich Mikroplastik auch in der Luft befindet. Forschungen zu diesem Thema folgen.

Das Bundesumweltamt erklärte auf Anfrage der NDR Journalistin Heike Dittmers, dass bereits Forschungsaufträge vergeben worden seien, die Auswirkungen des Mikroplastiks auf die Umwelt untersuchen sollen. Die Behörde erklärte weiter, dass es eines freiwilligen zeitnahen Ausstiegs aus der Verwendung von Mikroplastik bedürfe. Die mit den Recherchen von Markt konfrontierten Hersteller der Pflegemittel räumten einen Handlungsbedarf ein. Sie kündigten an, in naher Zukunft auf den Einsatz von Plastik in ihren Produkten verzichten zu wollen.

Heike Dittmers ist die engagierteste Journalistin im Bereich des Mikroplastik und hat große Erfolge bei der Aufklärung zum Thema und dem Vorantreiben neuer Forschungen.

Kommentar erstellen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>