Mit Glasflaschen gegen den “Müllwahnsinn” 1


“Emil die Flasche” für 2100 Volksschüler.

Foto © KK/AWVOInnervillgrater Volksschüler haben sie, “Emil die Flasche”

Der Durstlöscher zur täglichen Schuljause in gesunder aber auch vielfach in ungesunder Form, hat sich weitgehend etabliert. Meist landet das Saftl in Plastikflaschen in der Früh in den Schultaschen – und die Plastikflaschen landen dann im Laufe des Vormittags im Müll der Schule. Berge von Plastikmüll sind damit programmiert. In Osttirol wird dem jetzt gegengesteuert. Der Abfallwirtschaftsverband rief mit Unterstützung der Altglasrecycling Austria (AGR) und weiteren Förderern wie Interseroh und ARA das Umweltprojekt “Abfall vermeiden und gesundes Trinken”. In der Hauptrolle glänzt dabei “Emil die Flasche”. Dieses Trinkbehältnis ist aus Glas und hat neben der Abfallvermeidung auch den Vorteil, dass es absolut schadstofffrei und natürlich recycelbar ist. “Emil die Flasche” wird an alle 2100 Volksschulkinder im Bezirk verteilt.

400.000 Plastikflaschen

Die Bedeutung der Aktion unterstreicht Gerhard Lusser, der Umweltberater des Abfallwirtschaftsverbandes Osttirol mit beeindruckenden Zahlen: “Das Abfallvermeidungspotenzial in Osttirol liegt mit 2100 Volksschülern zwischen 100.000 und 400.000 Einwegflaschen und Dosen, je nachdem ob eine oder vier Plastikflaschen pro Woche pro Kind im Müll landen.”

Neben der Vermeidung von Müll wird den Osttiroler Volksschülern auch “gesundes Trinken” vermittelt. Sie lernen, dass etwa selbst hergestellte Eistees oder verdünnbare Säfte idealere Durstlöscher sind als Limo, Eistee oder Energydrinks. Lusser: “Diese Getränke sollten als das gesehen werden, was sie sind – nämlich Genussmittel.”

Die Gesamtkosten für das Müll- und Trinkprojekt belaufen sich auf 40.000 Euro.


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Ein Gedanke zu “Mit Glasflaschen gegen den “Müllwahnsinn”

  • Frank

    Ja, das richtig. Dieses ist aber ledier aus Sicht der Umwelt auch nicht viel besser. Glasflaschen sind schwer und benf6tigen deshalb mehr Energie beim Transport und ffcr den Inhalt gilt das Gleiche wie ffcr das Wasser in Plastikflaschen.Es gibt zudem Mf6glichkeiten Leitungswasser, beispielsweise durch Filterung, entsprechend aufzubereiten, sollte es geschmacklich nicht den Anforderungen entsprechen.