NABU segelt gegen Plastikmüll


Mit einer einwöchigen Segeltour entlang der deutschen Ostseeküste will der NABU auf das Müllproblem in den Meeren aufmerksam mache.

Zum Start der Reise wurden am heutigen Samstag in Burgstaaken auf Fehmarn die Segel gesetzt. Im Mittelpunkt der Reise steht der Dialog mit Küstenkommunen, lokalen Akteuren und NABU-Partnern. Gemeinsam sollen Ideen und Konzepte entwickelt werden, um den Mülleintrag in die Meere zu drosseln. Geplant sind Workshops und Fachgespräche auf See sowie Informationsveranstaltungen in den Häfen und Strandreinigungsaktionen.

Die Reise ist Teil des Projekts „Regionale Maßnahmen gegen Müll in Nord- und Ostsee” und wird mit Mitteln des Umweltbundesamtes (UBA) und des Bundesumweltministeriums unterstützt.

„Ein Großteil des Mülls im Meer kommt vom Land und gerät über Flüsse und Abwässer ins Meer. Auch der Abfall an den Stränden ist ein Problem. Zigarettenkippen, Kronkorken, Einwegbecher und verwehte Plastiktüten gehören nicht ins Meer und sind gefährlich für viele Meeresbewohner. Betroffen sind hier auch die Küstenkommunen, die viel Geld für die Reinigung ihrer Strände ausgeben müssen”, sagte NABU-Präsident Olaf Tschimpke. Die Dialogreise solle dazu beitragen, Ideen zur Müllvermeidung an den Küsten voranzutreiben, damit die Meeresnatur zu schützen und die Kommunen auf Dauer finanziell zu entlasten.