Neue APP zu Mikroplastik


Beat the MicroBead App

Die UNEP, die Umweltorganisation der Vereinten Nationen, erteilte in der ersten Jahreshälfte den Auftrag zur Weiterentwicklung der App für den internationalen Markt und für Smartphones verschiedener Fabrikate. Am vergangenen Wochenende stellten Maria Westerbos von der „Plastic Soup Foundation“ und Jeroen Dagevos von der „Stichting de Noordzee“ diese internationale Version auf der UNEP GLOC-2 Konferenz in Jamaica vor.

Die kostenlose App benutzt eine dreifache Farbkodierung: Rot bedeutet, dass das Produkt Microbeads enthält; Orange bedeutet, dass das Produkt zwar Microbeads enthält, der Hersteller aber angegeben hat, das Produkt zu ersetzen oder die Zusammensetzung zu verändern und Grün bedeutet, dass das Produkt vollständig Microbead-frei ist.

Die Finanzierung wurde u.a. durch die UNEP und die britische Fauna & Flora International ermöglicht. Flora & Fauna international ist eine große britische Nicht-Regierungs-Organisation unter dem Vorsitz der niederländischen Prinzessin Laurentien und der Schirmherrschaft von Königin Elisabeth II.

Maria Westerbos: “Im Prinzip kann die App an allen Ländern benutzt werden, vorausgesetzt lokale NGO’s stellen Produktlisten von Microbeads-haltigen Kosmetikprodukten zusammen. In den Vereinigten Staaten, Großbritannien, Deutschland und Frankreich geschieht dies schon. Kürzlich haben sich NGO’s aus Brasilien, Schweden und Hong Kong angeschlossen.

Jeroen Dagevos: ”Microbeads, kleine Plastikpartikel, die als mechanische Putzkörper den Kosmetikprodukten zugefügt werden, sind leider nicht biologisch abbaubar. Aufgrund ihrer geringen Durchmesser werden Microbeads meist von Kläranlagen nicht herausgefiltert und gelangen so in Oberflächengewässer. Somit sind sie ein wesentlicher Bestandteil der Plastik-Suppe, die unsere Ozeane bedroht. Durch die Zusammenarbeit von über 30 NGO’s kann die „beat the microbead“-App, jetzt auch international, einige Verursacher gleich im Ursprung bekämpfen: die Produkte im Badezimmer.“ http://www.beatthemicrobead.org/de/

(Quelle: lokalkompass.de)

PS: Auch der BUND hat einen APP entwickelt. Mit der APP ToxFox lässt sich erkennen, ob ein Kosmetikprodukt hormonell wirksame Chemikalien enthält. Erhältlich ist dieser APP unter www.bund.de.

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