EU Behörde senkt Richtwert für Bisphenol A


Allerdings ist der Richtwert nicht bindend. Nur ein Eingeständnis hinsichtlich gesundheitlicher Gefährdungen durch diesen Weichmacher. Ein erster Schritt zu erforderlichen rechtlichen Rahmenbedingungen – meint Plasticontrol.

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit Efsa hat vor Gesundheitsgefahren durch den Stoff Bisphenol A (BPA) gewarnt. Die Chemikalie ist in vielen Lebensmittelverpackungen enthalten.

Mehr als 450 Studien hatten die Efsa-Experten ausgewertet, um zu dem Schluss zu gelangen, BPA könne “schädliche Wirkungen für Leber und Nieren sowie Auswirkungen auf die Brustdrüsen” haben. Als ersten Schritt empfehlen sie, die sogenannte tolerierbare tägliche Aufnahmedosis auf ein Zehntel des bisherigen Wertes zu senken. Allerdings sei die Gefahr für Verbraucher grundsätzlich gering, da Menschen über die Nahrung weniger von dem Stoff aufnehmen als auch der neue Grenzwert besagt. Zudem bestünden erhebliche Unsicherheiten, etwa ob BPA auch Fortpflanzungsorgane, das Nerven- und Kreislaufsystem oder den Stoffwechsel stören kann.

Das Gutachten ist bislang vorläufig, eine endgültige Fassung soll im Sommer 2014 erscheinen. Dann sei es “die Zuständigkeit der politischen Entscheidungsträger” wie etwa EU-Kommission und Mitgliedstaaten, Maßnahmen wie Gesetzesänderungen zu ergreifen, erklärt die Efsa auf Anfrage.

Die Efsa verfolgt in Sachen BPA nicht immer eine klare Linie. 2007 erhöhte die Behörde den Richtwert für die unbedenkliche tägliche Menge sogar auf die bislang geltenden 50 Mikrogramm täglich. Dieser sogenannte, nun bei 5 Mikrogramm liegende TDI-Wert ist rechtlich allerdings für Hersteller nicht bindend. (Quelle:www.sueddeutsche.de)

Link zur Stellungnahme der EFSA

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