Plastiktüten – EU macht kleine Schritte


Plastiktüten machen ungefähr ein Drittel des jährlich in die Meere verbrachten Plastikmüll aus. Daher ist es um so wichtiger, dass die Politik hier regulierend eingreift. Die EU hat jetzt einen kleinen Schritt gemacht.

EU-Staaten dürfen künftig Plastiktüten besteuern oder sogar verbieten. EU-Gremien wie das Parlament haben derlei Pläne in der Vergangenheit immer wieder debattiert Der EU-Rat aus den Ministern der einzelnen Mitgliedstaaten hat das Vorhaben heute in Brüssel beschlossen, in Kraft treten wird es in wenigen Wochen. Demnach soll jeder Bürger bis 2025 nur noch 40 Tüten jährlich verbrauchen. Das betrifft vor allem Einwegtüten, die nach dem Einkauf oft im Müll landen, ohne weiter genutzt zu werden.

Das das Zieldatum im Jahr 2025 liegt, kann als eindeutiger Erfolg der Plastiklobby gelten. Besonders dünne Tüten, die oft in das Meer verwehen, sind von der Regelung ausgenommen. Ebenso dicke Tüten – in der Annahme, diese werden öfter wieder verwendet.

Die EU bleibt – nach Meinung von PLASTICONTROL – hier in einem Kompromiss hängen.

Wie sieht es auf nationaler Ebene aus? Die Bundesregierung prüft bereits eine mögliche Tüten-Abgabe. Ob diese etwa als Steuer erhoben werde, sei noch nicht entschieden, sagte eine Sprecherin des Bundesumweltministeriums. Das Umweltbundesamt (UBA) hatte vorgeschlagen, Plastiktüten etwa in Kaufhäusern und Modegeschäften nicht mehr umsonst abzugeben. Teilweise müssen Kunden schon heute im Laden geringe Centbeträge für die Tüten zahlen.

Eine Abgabe auf Plastiktüten kann nach unserer Einschätzung nur eine Minimallösung sein. Und selbst diese ist nicht in Sicht.

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