Schildkröten: Plastik statt Quallen 1


Schildkröten leiden zunehmend unter der Vermüllung der Meere. Vor allem Plastik-Abfälle können für die Tiere tödlich sein, wenn sie den Unrat gemeinsam mit der Nahrung fressen. Sechs der insgesamt sieben Meeresschildkrötenarten sind inzwischen vom Aussterben bedroht.

Der Studie eines Teams um Qamar Schuyler von der University of Queensland zufolge nehmen sechs der insgesamt sieben Meeresschildkrötenarten inzwischen mit der Nahrung auch Müll zu sich (Conservation Biology, online).

Alle sechs Arten gelten als gefährdet oder vom Aussterben bedroht. Besonders besorgniserregend sei die Entwicklung bei der grünen Meeresschildkröte. Die Wahrscheinlichkeit, dass sie Müll schlucke, habe sich in den vergangenen 25 Jahren verdoppelt, sagte Studienleiter Schuyler.

Möglicherweise verwechselten manche Tiere Weichplastik-Teile mit Quallen, die bei einigen Arten ein wichtiger Bestandteil der Ernährung sind. Lösen lasse sich das Problem nur, so mahnen die Forscher, wenn insgesamt weniger Müll und vor allem weniger Plastik im Meer lande.


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