UNESCO gründet Staat „Müllfleck“ im Ozean


Schwimmender Mann im Müll in der Bucht vor Manila.

Der Staat „Garbage Patch“, übersetzt „Müllfleck“ wurde im April 2013 durch die Vereinten Nationen in Paris gegründet. Vor Ort war nicht möglich, denn der „Müllfleck“ besteht aus einer Ansammlung von Plastik im Wasser – aus dem Müll der letzten Jahrzehnte.Mit dieser Aktion will die UNESCO auf das Müllproblem in den Weltmeeren aufmerksam machen.

 Mehr Plastik als Plankton

In den Weltmeeren schwimmt mittlerweile sechsmal mehr Plastikmüll als Plankton. Schätzungen zufolge landen jährlich rund sieben Millionen Tonnen Abfälleim Meer. Laut einer Studie des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP) treiben in jedem Quadratkilometer der Weltmeere durchschnittlich 18.000 Plastikteile. Kunststoffe verbleiben jahrzehntelang im Ökosystem – die Zersetzung heute üblicher Kunststoffe dauert bis zu 450 Jahre.

Fünf “Inseln”

Seit 2009 ist bekannt, dass in insgesamt fünf Strudeln im Pazifik, im Atlantik und im Indischen Ozean ein großer Teil jenes Kunststoffabfalls treibt, den die Menschen seit den Fünfziger Jahren im Meer “entsorgt” haben. Durch die Meeresströmung soll vor allem im Nordpazifik eine durchgängige Oberfläche aus Plastikmüll entstanden sein; daher stammt auch die Bezeichnung “Insel”.

Hawaii besonders betroffen

Die Hawaii-Inseln, die sich mitten im Nordpazifik-Strudel befinden, sind besonders betroffen. „Greenpeace hat mit einer Filteranlage 2006 eine Expedition vor Hawaii durchgeführt. Das Ergebnis war, dass die Mägen von Fischen und kleinen Krebsen voller Müll waren“, erklärt Helms. Messungen von Greenpeace ergaben damals eine Konzentration von bis zu einer Million Kleinstpartikel pro Quadratkilometern schwimmendem Plastikteilen.

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