Waschmaschinen auf absehbare Zeit ohne Mikroplastik Filter 1


PLASTICONTROL beschäftigt sich intensiv mit Kampagnen gegen Mikroplastik. Eine Quelle von Mikroplastik sind Plastikfasern, die beim Waschen von Fleece -und Funktionskleidung in die Abwässer geraten. Wir beschäftigen uns intensiv mit der Frage, ob in Waschmaschinen Filter eingesetzt werden können, die diese Fasern Zurückhalten können. Wir haben die maßgeblichen Hersteller von Waschmaschinen angeschrieben. Die Resonanzen waren dürftig – im Gegensatz zum Handel, den wir bzgl. Mikroplastik in Kosmetika angesprochen haben. Das Thema scheint noch nicht in den Entwicklungsabteilungen angekommen sein.

Eine lobenswerte Ausnahme ist das Unternehmen MIELE. Diese hat uns umfassend geantwortet und beschäftigt sich bereits mit dem Thema. Auch wenn die Ergebnisse nicht unsere Erwartung entsprechen. Hier die Antwort im O-Ton:

“Sie haben an uns folgende Fragen zum Thema Mikroplastik gestellt:

1. Planen Sie solche Filter einführen?

2. Existieren in Ihrem Hause Ansätze zur Produktentwicklung solcher Filter?

3. Wird das Thema Mikroplastik/Mikrofaser in Ihrem Hause diskutiert?

4. Wären Sie bereit, sich mit unserem Verein zum Thema auszutauschen?

Unsere Entwickler haben sich mit dem Thema Plastikpartikel im Abwasser eingehend beschäftigt. Das Ergebnis:

Kunststoff-Teilchen aus Kleidung oder Kosmetika sind viel zu klein, um sie mechanisch zu filtern, d.h., es müsste ein chemietechnischer Weg entwickelt werden, um sie aus dem Schmutzwasser zu lösen. Plastik-Nanopartikel letztendlich aus dem Wasser zu entfernen wäre eine enorm große Herausforderung für Konstruktion und Entwicklung, die weitreichende Auswirkungen auf Waschdauer und andere Faktoren hätte. Vor allem jedoch würde der Einsatz eines solchen Filters die Waschmaschine unbezahlbar machen. Angesichts der aktuellen technischen Gegebenheiten ist hier in absehbarer Zeit mit einer wirtschaftlich tragfähigen Umsetzung nicht zu rechnen. Ein Zukunftsthema, das wir bei Miele im Blick haben und bearbeiten, ist dies jedoch allemal.

Mit der bewährten Schontrommel, der Thermoschontrommel, hoch entwickelten Waschverfahren und optimal abgestimmten Programmen hat Miele alles getan um eine größtmögliche Schonung der Wäsche zu gewährleisten, so dass der Abrieb beim Waschen bereits so gering wie möglich gehalten wird.

Darüber hinaus hat der Verbraucher Einflussmöglichkeiten durch die Wahl seiner Kleidung und Pflegemittel – ein Thema, das zugegebenermaßen noch nicht bei allen Verbrauchern angekommen ist.

Miele hat als Hersteller langlebiger und energieeffizienter Hausgeräte den Umweltschutz bei Produkten und in der Produktion seit langem umgesetzt. Unser Ziel ist es, unseren Kunden hochwertige Haus- und Gewerbegeräte zu bieten, die bestmögliche Leistung bieten und die Umwelt in ihrem gesamten Lebenszyklus möglichst wenig belasten. Nähere Informationen hierzu finden Sie auf www.miele-nachhaltigkeit.de (Ab Mitte August mit neuer Fassung.)

Für einen Austausch zum Thema stehen wir gerne bereit.

Mit freundlichen Grüßen

Ursula Wilms
Unternehmenskommunikation
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit


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Ein Gedanke zu “Waschmaschinen auf absehbare Zeit ohne Mikroplastik Filter

  • WaschLos

    hallo,

    ich bin froh, dass ihr euch um das thema kümmert und gleichsam.. naja nicht einmal enttäuscht. ich habe die reaktionen genau so erwartet, wie sie von den herstellern gekommen sind. miele, so sehr ich mir das auch lobe, kann ich mir persönlich einfach nicht leisten. jeden tag wird geredet und geredet aber nie werden dinge angegangen, die so wichtig sind. ich war vor ein paar jahren in indonesien. euch muss ich wohl nicht erzählen, wie die gewässer dort aussehen und der umgang mit den abfällen generell. ich habe keine ahnung von dem ganzen drumherum und meine gedanken sind nicht umfangreich oder ausreichend konditioniert um eine wirklich fassbare meinung zu diesem theman zu haben. ich kann aber nur wiederholen: danke! ihr braucht mehr publicity. ich schau mal ob ich irgendwann helfen kann. *bookmark*