Wattwürmer fressen Mikroplastik und werden geschädigt


Plastik in ZersetzungWillkommen am Plastikstrand. Mehrere Studien aus England zeigen, das Mikroplastik mittlerweile nicht nur an nahezu allen Stränden einen steigenden Anteil ausmacht. Das Mikroplastik ist mit dem bloßen Auge nicht von Sandkörnern zu unterscheiden. Darüber hinaus stellte der englische Biologe Richard Thompson fest, dass Wattwürmer, Sandflöhe und Entenmuscheln dieses Mikroplastik fressen. Besonders kritisch ist dies, da das Mikroplastik Schadstoffe und Chemikalien enthalten sowie diese auch aus der Umwelt anreichern.

In der Zeitschrift Current Biology veröffentlichten amerikanische Forscher jetzt eine weitere Studie zur Aufnahme dieser Chemikalien in Wattwürmern. Die Forscher zeigten auf, dass die Wattwürmer über das gefressene Mikroplastik eine große Menge Chemikalien aufnehmen und anreichern. Dies würde zu einer Fülle von biologischen Wirkungen führen. Kritisch wäre insbesondere der Effekt, dass die Wattwürmer eine wesentlich geringere Menge an Sedimenten filtern würden. Diese Funktion als „Öko-Ingenieur“ ist allerdings sehr wichtig für das Ökosystem Meer. Bis zu 32% der Gesamtbiomasse einer Küstenlinie besteht aus Wattwürmern.

Jährlich gelangen rund 6 Millionen Tonnen Plastikmüll in die Meere. Dieser Müll zerfällt zu Mikroplastik und kann neben industriell produzierten Mikroplastik aus Körperpflegeprodukten sowie Kosmetika an die Strände gelangen.

Nutzt keine Plastiktüten und minimiert Plastikverpackungen. Schaut, dass keine Polyethylene (PE) sowie Polypropylene (PP) und damit Mikroplastik in euren Kosmetika –und Pflegeprodukten enthalten sind. Das sind zwei kleine Schritte, die wir als Verbraucher unternehmen können.

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