Weichmacher & Co.: Kinderspielzeug darf kein Risiko sein


Statt EU-Richtlinien für Weichmacher und giftige Stoffe die Herstellung von Spielzeug strenger zu regeln, wurden diese weiter abgeschwächt – jetzt sind die Hersteller in der Verantwortung.

“Gerade beim Spielzeugkauf ist verantwortungsbewusstes Handeln besonders wichtig, da das Spielen keine Gesundheitsgefährdung mit sich bringen darf”, sagt Sandra Boser, verbraucherschutzpolitische Sprecherin der Grünen im Landtag von Baden-Württemberg. Deshalb sei es wichtig, dass die Verbraucherinnen und Verbraucher auf die Risiken, die sich in Spielzeug befinden, hingewiesen werden.

“Die Spielzeugindustrie ist in einer besonderen gesellschaftlichen Verantwortung, die Regelungen nicht auszuschöpfen, sondern auf den Einsatz von Weichmachern und Giften im Spielzeug zu verzichten”, fordert Sandra Boser. “Gerade wegen zu laxer Grenzwerte, die ab Juli 2013 nach der Novellierung EU-Spielzeugrichtlinie gelten werden, müssen die Menschen beim Spielzeugkauf genau hinsehen. Die Bundesregierung hat es bis heute versäumt, sich konsequent für sicheres Spielzeug einzusetzen, dies wäre aber dringend notwendig, um die Risiken einzudämmen”, so Boser abschließend.

Um beim Spielzeugkauf das Risiko so gering wie möglich zu halten, rät die Verbraucherschutzexpertin der Grünen sich an folgenden Punkten zu orientieren:

  • Verzicht auf Billigprodukte aus Billigläden, denn hier werden am häufigsten gesundheitsschädliche Stoffe und Grenzwertüberschreitungen festgestellt.
  • Geruch des Spielzeuges genau prüfen, denn die toxischen PAK-Substanzen (Polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe) haben einen auffallend stechenden Geruch.
  • Produkte aus Weich-PVC meiden, denn diese sind am häufigsten mit Phthalat-Weichmachern belastet.

Foto “Spielzeug”: Birgit H. / pixelio.de

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