Weichmacher in Cognacs


Cognacs von drei weltbekannten Herstellern – Camus, Frapin und Remy Martin – die in China überpüft wurden, enthalten übermäßige toxische Weichmacher, wie es in Berichten in den französischen Medien heißt.

Cognacs von drei weltbekannten Herstellern – Camus, Frapin und Remy Martin – die in China überpüft wurden, enthalten übermäßige toxische Weichmacher, wie es in Berichten in den französischen Medien heißt. Eine große Menge des Cognacs wurde nun an Häfen in Shenzhen in Südchina versiegelt, heißt es in der französischen Tageszeitung Charente Libre. Details über die Zahl der Fälle wurden nicht bekannt gegeben. Die Menge an Weichmachern in einigen Proben hat bis zu 30 Milligramm pro Kilogramm erreicht. Dies ist weit über dem in China erlaubten Level, wo Maximalwerte für Diethylhexylphthalat (DEHP) von 1,5 Milligramm pro Kilogramm, 0,3 für Dibutylphthalat (DBP) und 9,0 für Diisononylphthalat (DINP) bestehen. Laut Ärzten können Weichmacher bei Männern zu Störungen der Sexualfunktion führen und sogar Leberkrebs verursachen, wenn sie in großen Mengen eingenommen werden.

In der Tageszeitung wurde Patrick Piana, der Chef von Remy Martin, zitiert, die Exportverfahren des Brandy-Herstellers verliefen nach Standard. Mitglieder eines chinesischen Weinimporteurs, dessen Namen nicht genannt wurde, erklärten gegenüber den chinesischen Medien, die Unternehmen, die Spirituosen importieren, seien nach Tests durch eine dritte Partei aufgefordert worden, Berichte über den Gehalt an Weichmachern in Alkohol einzureichen. Die französische Tageszeitung erklärte, die zuständigen Behörden hätten mitgeteilt, dass schlechte Plastikschläuche der Grund für die hohen Level sein könnten, denn Brandy sei sehr scharf.

Die Import-Export-Behörden in Shenzhen gaben keine Stellungnahme ab. Sie verwiesen bei Fragen an die Chinesische Generalverwaltung für Qualitätskontrolle, Inspektion und Quarantäne, aber dort gab am Montag niemand eine Stellungnahme zu dem Bericht ab. Der Bericht wird Exporteuren in Frankreich Kopfzerbrechen bereiten, schließlich ist China mittlerweile der größte Markt für Spirituosen aus dem Land, und das Exportvolumen steigt stetig, so Branchenexperten. Über 40 Millionen Cognac-Flaschen werden pro Jahr nach China importiert. Remy Martin ist eine der bekanntesten Cognac-Marken, die in Shanghai verkauft werden, wobei die teuersten Flaschen einen Preis von über 20.000 Yuan, also 3.225 US-Dollar, haben.

Im November waren in Jiugui, eine chinesische Spirituosensorte, die pro Flasche 438 Yuan kostet, Weichmacher entdeckt worden, wobei einer davon 260 Prozent über dem erlaubten Level lag. Experten meinen, Chemikalien in dem Getränk könnten von Plastikprodukten gekommen sein, beispielsweise von Schläuchen oder Gefäßen, die beim Destillierungsprozess verwendet werden.

Im Dezember war die teure chinesische Spirituosenmarke Moutai in einen ähnlichen Skandal verwickelt. In Berichten hieß es, Proben von Moutai hätten ergeben, dass ein Weichmacher mit doppelt so hohem Level wie in China erlaubt enthalten sei. Nachfolgende Tests waren negativ. Allerdings gab es im Januar Berichte darüber, dass eine Flasche Moutai, die in den USA gekauft worden war, übermäßig DEHP enthielt. Der Vorstandsvorsitzende des Spirituosenherstellers Kweichow Moutai Co, Yuan Renguo, sagte, Weichmacher in Spirituosen seien ein Thema, dass von den Leuten überzogen dargestellt werde.

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