Weichmacher senken IQ von Kindern


Zwei Formen von Phtalaten, also Weichmacher in Plastik (aber auch anderen Produkten wie Haarspray oder Lippenstifte) sind Verursacher von geistigen Defiziten bei Kindern. Wissenschaftler aus den USA haben untersucht, welche Auswirkungen zwei Formen von Phtalate auf den Intelligenzquotienten von Kindern haben. Dafür haben sie 328 Frauen in einer Langzeitstudie begleitet – von der Schwangerschaft bis zum siebten Lebensjahr ihrer Kinder. Die Wissenschaftler stellten fest: Wenn Frauen während der Schwangerschaft einer erhöhten Konzentration dieser zwei Phtalate ausgesetzt waren, dann sank der IQ ihres Kindes – und zwar im Schnitt um 6,6 bis 7,6 Punkte im Vergleich zu anderen Kindern. Das, so die Wissenschaftler, reicht schon aus, um in der Schule und später auch im Arbeitsleben schlechtere Chancen zu haben.

Die Forscher schreiben, ihre Studie sei die erste, die eine Verbindung zeige zwischen kindlichem IQ und Phtalaten. Dass die Chemikalien schädlich sind, ist schon seit längerem bekannt – in den USA dürfen sie deshalb in Kinderspielzeug nicht mehr vorkommen. Auf Produkten für Erwachsene werden sie aber oft noch nicht einmal ausgezeichnet.

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