WICHTIG! Petition gegen Weichmacher


Bitte zeichnen Sie folgende Petition am Deutschen Bundestag

https://epetitionen.bundestag.de/petitionen/_2012/_10/_03/Petition_36701.nc.html

Zum Hintergrund des angestrebten Verbotes in Deutschland, des aktuellen Verbotes in Dänemark und der Situation in der EU sei folgender Artikel empfohlen:

STOCKHOLM taz | Sie heißen Diethylhexylphthalat (DEHP) oder Di-n-butylphthalat (DBP). Sie kommen als Weichmacher in Kunststoffprodukten wie Zahnbürsten, Wachstüchern, Duschvorhängen oder Fußbodenbelägen vor. Wie alle chemischen Verbindungen, die aus sehr kleinen Molekülen bestehen, können sie das Hormonsystem des menschlichen Körpers beeinflussen und stehen damit in Verdacht, die Qualität männlicher Spermien zu schädigen oder die Entwicklung des Fötus im Mutterleib zu stören.

 
 

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Zusammen mit zwei weiteren Phthalaten – Diisobutylphthalat (DIBP) und Butylbenzylphthalat (BPP) – werden sie ab Herbst in Dänemark verboten. Die Regierung in Kopenhagen ist die erste in der EU, die diesen Schritt macht. Damit riskiert sie einen Konflikt mit Brüssel.

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„Wir warten jetzt nicht mehr auf die EU“, erklärte die sozialistische dänische Umweltministerin Ida Auken in der vergangenen Woche: „Unsere Bürger sollen sicher sein, dass sie keine Produkte im Handel finden, die für sie oder ihre Kinder gesundheitsschädlich sein könnten“, so die Ministerin. Dem von der EU-Kommission bereits angedrohten Schritt eines Vertragsverletzungsverfahrens sehe sie mit Gelassenheit entgegen: Die EU könne ihren Mitgliedsländern nicht verbieten, ihre Bürger zu schützen, vor allem dann nicht, wenn sie es nicht geschafft habe, eigene Regeln zu entwickeln.

Tatsächlich hat die EU mögliche Anwendungsbechränkungen oder Verkaufsverbote für die fraglichen Phthalate mehrfach verschoben. Derzeit wartet die Kommission auf eine Risikobewertung der Europäischen Chemiekalienbehörde, eine Entscheidung ist für nächstes Frühjahr angekündigt.

Doch laut Auken könnten auch danach noch drei bis vier Jahre vergehen, bis ein entsprechendes EU-weites Verbot in Kraft tritt: „Es gibt eine starke Chemielobby in Brüssel, und die wird versuchen, das auf die lange Bank zu schieben“, kritisiert sie. Dabei gibt es bereits als ungefährlicher geltende Ersatzstoffe, so dass ein schnelles Verbot der hier infrage stehenden als besonders gefährlich angesehenen Phthalate unproblematisch wäre. Drei von ihnen – DEHP, DBP und BPP – sind auf EU-Ebene auch schon seit 2006 in Spielzeug und Babyartikeln verboten.

Unwahrscheinlicher Konflikt

Dänemark hatte in der Vergangenheit mehrfach eine Vorreiterrolle gespielt, was das Verbot hormonbeeinflussender Chemikalien angeht. Neben Phthalaten hatte sich die Regierung vor allem gegen Bisphenol-A eingesetzt. Peter Østergaard Have von der Chemieabteilung der Umweltbehörde Miljøstyrelsen hält es aufgrund dieser Erfahrungen für eher unwahrscheinlich, dass die EU mit ihren Drohungen gegenüber Kopenhagen ernst macht: Das mache keinen Sinn, da Brüssel je selbst ein Verbot anstrebe.

Den dänischen Alleingang begrüßt der Kopenhagener Reproduktionsforscher Niels Erik Skakkebæk: Es gebe zwar keine absolute Sicherheit, ob die kräftig gefallene Spermienqualität dänischer Männer auf Einwirkung von Phthalten zurückzuführen sei, doch solle das Vorsorgeprinzip gelten.

 

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